Mit Fördermitteln des Landes Berlin und Mitteln des Bundesministeriums für Kultur und Medien wurden die Hohenzollerngruft und der Berliner Dom selbst nun barrierefrei zugänglich und die Grablege zu einem würdevollen Ort der Totenruhe umgestaltet. Zudem erhielt die Grablege, gefördert durch die Cornelsen Kulturstiftung, einen eigenen Vermittlungsbereich, in welchem ein interaktives Gruftmodel detaillierte Informationen über die Grablege der Hohenzollern sowie die Sargaufstellung gibt.
Eine der bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas
Die Hohenzollerngruft des Berliner Doms ist die wichtigste dynastische Grablege Deutschlands. Sie gehört neben der Kapuzinergruft in Wien, den Königsgräbern in der Kathedrale St. Denis von Paris und der Gruft der spanischen Könige im Escorial bei Madrid zu den bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas.
Fürsten und Könige aus dem Haus Hohenzollern und deren Familien, die das Land und die Stadt Berlin maßgeblich geprägt haben, liegen hier bestattet. Der Große Kurfürst, König Friedrich I., seine Frau Sophie Charlotte und Königin Elisabeth Christine fanden hier beispielsweise ihre letzte Ruhestätte.
Die Hohenzollerngruft enthält insgesamt 91 Bestattungen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und dokumentiert mit den in der Predigtkirche stehenden Prunksarkophagen und Grabdenkmälern fünfhundert Jahre brandenburgisch-preußische Grabkultur.
Alle Kunststile seit der ausgehenden Spätgotik spiegeln sich in den teils schlicht, teils reich gestalteten Grabmälern und Särgen aus Stein, Metall und Holz wieder. Eine besondere Rarität stellen die mit Textilien wie Samt und Brokat bespannten hölzernen Särge dar.
Während des II. Weltkrieges wurde auch die Hohenzollerngruft durch den Einsturz der von Bomben getroffenen Hauptkuppel und Feuer stark beschädigt. Einige Särge wurden nahezu völlig zerstört.
Foto: Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin
