Die Dolomiten vor der Haustür
Von kaum einem anderen Ort in Südtirol aus liegen die markanten Gipfel der Dolomiten so nah wie von St. Ulrich. Schon ein kurzer Spaziergang aus dem Zentrum führt zu Aussichtspunkten, von denen sich die schroffen Wände der Geislergruppe in ihrer vollen Höhe zeigen. Diese unmittelbare Nähe zur Bergwelt prägt das gesamte Ortsbild, von der Architektur bis zum Rhythmus des täglichen Lebens.
Wandern, Skifahren und der Weg zur passenden Unterkunft
Familiengeführt und mit Panoramablick auf die umliegenden Gipfel präsentiert sich beispielsweise ein Hotel in St. Ulrich, das neben einem beheizten Panorama-Hallenbad auch einen Infinity-Außenpool sowie eine eigene Beauty Farm mit Massagen und Kosmetikbehandlungen bietet.
Viele Zimmer verfügen über einen Balkon mit direktem Blick auf die Bergwelt, was gerade nach anstrengenden Tagen auf den umliegenden Wander- und Skiwegen für zusätzliche Erholung sorgt. Wer die Region aktiv erleben möchte, findet direkt vor Ort Zugang zu einem dichten Netz an Routen, die bis in die höchsten Lagen der Sellagruppe führen.
Ladinische Kultur und Sprache in Gröden
Neben der beeindruckenden Landschaft macht die ladinische Kultur das Grödnertal zu etwas Besonderem. Ladinisch, eine alte rätoromanische Sprache, wird hier bis heute im Alltag gesprochen und ist neben Deutsch und Italienisch eine der drei Amtssprachen der Region. Straßenschilder, Speisekarten und öffentliche Ankündigungen erscheinen entsprechend häufig dreisprachig. Im Museum de Gherdëina lässt sich die Geschichte dieser Kultur anhand von Skulpturen, hölzernem Spielzeug und historischen Kunstwerken nachvollziehen.
Besonders eng mit der ladinischen Identität verbunden ist die Grödner Holzschnitzkunst, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. In den Wintermonaten, wenn das Tal kaum erreichbar war, sicherten viele Familien ihren Lebensunterhalt mit kunstvoll geschnitzten religiösen und weltlichen Figuren, die im Sommer auf den Märkten verkauft wurden. Bis heute lassen sich zahlreiche Werkstätten im Ort besuchen, in denen diese Tradition fortlebt.
Aktivitäten für Sommer und Winter
Im Winter zählt St. Ulrich zu den zentralen Ausgangspunkten der Sella Ronda, der berühmten Skirunde um das gesamte Sellamassiv, die zu den größten zusammenhängenden Skigebieten der Alpen gehört. Ambitionierte Skifahrer und Snowboarder finden hier ein nahezu grenzenloses Pistennetz durch eine der spektakulärsten Berglandschaften Europas. Auch Rodelbahnen und präparierte Winterwanderwege sorgen dafür, dass Gäste ohne Skier nicht zu kurz kommen.
Im Sommer verwandelt sich dasselbe Gebiet in ein Paradies für Wanderer und Klettersteiggeher. Routen zur Seceda oder in Richtung Alpe di Siusi zählen zu den beliebtesten Zielen und bieten Ausblicke, die weit über die Grenzen des Grödnertals hinaus bekannt sind. Wer es gemächlicher mag, findet zudem zahlreiche Almwege mit deutlich geringeren Höhenunterschieden, die sich gut für längere Familienausflüge eignen.
Kulinarik in Gröden
Die Küche der Region verbindet Südtiroler Almtradition mit ladinischen Einflüssen, die sich in vielen traditionellen Gerichten wiederfinden. Deftige Knödelgerichte, Gerstensuppen und hausgemachte Nudeln stehen ebenso auf den Speisekarten wie leichtere Gerichte mit Kräutern und Gemüse aus der Region. In vielen Gaststuben werden zudem alte Rezepte aus ladinischen Haushalten bewahrt, die sich kaum in Kochbüchern finden lassen und nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Wer die Gegend im Herbst besucht, erlebt zudem die Zeit der Speckfeste und Bauernmärkte, bei denen regionale Produzenten ihre Spezialitäten direkt anbieten. Diese Verbindung aus Handwerk, Landwirtschaft und Gastfreundschaft prägt den Charakter der Küche in Gröden bis heute, und wer genau hinschmeckt, erkennt in vielen Gerichten noch die einfache, bodenständige Alltagsküche, aus der sie einst entstanden sind.
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