Bereits zum 42. Mal findet im August 2026 das Bonner Sommerkino statt, dass sich zum besucherstärksten Stummfilmfestival Europas mitten in Bonn entwickelt hat. Neurestaurierte Klassiker, Wiederentdeckungen und Raritäten. Das Programm vereint populäre und unbekannte Titel der Frühzeit des Kinos, deren technische Raffinesse staunen lässt. Auch in Ästhetik, Dramaturgie und Schauspiel überzeugen die Filme noch heute. Das Publikum reicht von neugierigen Erstbesucher*innen bis zu ausgewiesenen Filmkenner*innen. Fachbranche mischt sich mit begeisterten Hobbycineast*innen. Jung und alt, Familien und Freundesgruppen, Paare aller Altersklassen, Gäste, die alleine kommen, aber im Hof nicht einsam bleiben. Die Veranstaltung ist auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Ein jährliches Wiedersehen mit Gleichgesinnten, ein Erlebnis für alle Sinne.
Live Musik
Begleitet werden die Filme von einer Auswahl renommierter Musiker*innen aus aller Welt, die sich meist ganz dem Stummfilm verschrieben haben. Solistisch oder in kleinen Ensembles verleihen Sie dem Film Ton. Dabei variieren die Begleitungen von komponierten Partituren bis hin zur spontanen Improvisation. Flügel und Violine sind die klassischen Begleitinstrumente des Stummfilmes. Bei uns ergänzen Querflöte, Schlagwerk, Oboe, Cello, Harfe und vieles mehr die Instrumentierung. Manchmal kommt es vor, dass ein*e Musiker*in gleich mehrere Instrumente zum Film spielt.
Open Air
Präsentiert werden die Filme im Arkadenhof der Bonner Universität unter freiem Himmel. 1000 Stühle bieten Platz für Zuschauer*innen. Bei Regen können mehrere Hundert Menschen Stehplätze im Arkadengang finden. Ausgestattet mit Pullover, Decke und Regenschirm ist man bestens für die Filmabende vorbereitet. Jede Wetterlage bietet ihren eigenen Reiz. Bei Unwetterwarnung wird das Festival abgebrochen. Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt, Spenden werden erbeten. Diese Tatsache bringt es mit sich, dass man an manchen Abenden schon sehr früh da sein muss, um sich einen Platz zu sichern. Ist der Hof voll, wird das Tor geschlossen. Das Warten auf die Dunkelheit und den Beginn der Vorführung kann man sich lesend oder plaudernd im herrlichen Ambiente des kurfürstlichen Schlosses vertreiben. Bonns „schönster Kinosaal“ hat eine 100 Quadratmeter große Leinwand und verfügt über 35 mm Filmprojektoren, die im Überblendbetrieb genutzt werden, sowie über die neuste digitale Filmtechnik.
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Foto: Internationales Stummfilmfestival Bonn e.V., Thilo Beu/Bonn
