Kultur im Norden Deutschlands erleben
Eine Kulturreise in den Norden Deutschlands ist mit einzigartigen Urlaubserlebnissen verbunden. Ferien mit kulturellem Hintergrund zeichnen sich durch authentische Begegnungen aus. Museen, Kirchen und Denkmäler, aber auch Wochenmärkte und Kunstausstellungen bieten Einblicke in die Geschichte und Lebensweise der Region. Wer nach Cuxhaven reist, sollte wissen, dass das Klima an der Nordseeküste maritim geprägt und daher mit Wind und Regen zu rechnen ist. Stürmische und regnerische Wetterbedingungen sind jedoch kein Grund, auf Besichtigungen zu verzichten. Was können Urlauber in Cuxhaven bei Regen unternehmen? Beliebte Aktivitäten sind Einkaufsbummel, Spaziergänge und Museumsbesuche. Eine Einkaufstour durch Cuxhaven führt nahezu selbstverständlich ins Lotsenviertel. Das historische Stadtquartier, früher Wohnsitz vieler Lotsen, erstreckt sich zwischen Nordseehafen und Döse. In den verwinkelten Gassen sowie rund um die Schillerstraße finden sich zahlreiche Geschäfte, seit Generationen inhabergeführte Läden, gemütliche Cafés und Restaurants. Kunstgalerien laden zum Stöbern und Verweilen ein. Eindrucksvolle Gemälde des deutschen Malers Ringelnatz gibt es im Joachim-Ringelnatz-Museum zu sehen, dessen Sammlungen und Ausstellungen als legendär gelten. Eine bedeutende Ringelnatz-Gemälde-Ausstellung wird derzeit im Schloss Ritzebüttel gezeigt. Die im Spätmittelalter errichtete Burganlage zählt zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken im Stil der Backsteingotik im Bundesland Niedersachsen und fungiert heutzutage als kulturelles Zentrum und romantischer Trauungsort.
Cuxhaven historisch betrachtet
Museen sind ein wichtiges Kulturgut. Viele Kunsthallen und Ausstellungshallen verfügen über Objekte von unschätzbarem Wert. Oft handelt es sich um Fundstücke, die bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden und wichtige Rückschlüsse auf historische Epochen ermöglichen. Beim Besuch des Fischereimuseums bekommt man einen Eindruck vom harten Arbeitsalltag der Cuxhavener Fischer und erfährt Wissenswertes über mysteriöse Schiffsuntergänge vor der Küste. Historisch betrachtet ist das Nordseeheilbad Cuxhaven eine eher junge Stadt. Der alte Stadtkern ist knapp 600 Jahre alt und erstreckt sich rund um Schloss Ritzebüttel. In Hafennähe stehen einige maritime Bauwerke mittlerweile unter Denkmalschutz. Früher dienten die alten Hapag-Hallen am Amerikahafen als bedeutender Auswandererbahnhof. Von dort traten Millionen Auswanderer den damals langen und beschwerlichen Seeweg nach Amerika an. Heute beherbergen die kultigen Schiffshallen das Cuxhavener Passagierterminal für Kreuzfahrtschiffe sowie ein Museum. Das Wahrzeichen der Hansestadt ist allerdings die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen ist 30 Meter hoch und markiert exakt den Punkt, an dem die Unterelbe in die Nordsee mündet. Als Ausflugsziel und Fotomotiv ist das maritime Denkmal vor allem wegen der spektakulären Aussicht beliebt.
Kultur mit Entspannen verbinden
Zur Entspannung nach ausgiebigen Besichtigungen bieten sich die weitläufigen Sandstrände im Stadtgebiet und der näheren Umgebung an. Entlang der Nordseeküste verlaufen zudem mehrere Radwege. Besondere Erwähnung verdienen der Weser-Radweg und der Elbe-Radweg. Über eine Entfernung von 520 Kilometern verläuft der Weser-Fahrradweg beinahe steigungsfrei, beginnend in von Hann. Münden durch das Weserbergland bis zur Nordsee bei Cuxhaven. Mit einer Streckenlänge von insgesamt 1.280 Kilometern bildet der Elbe-Fahrradweg einen der längsten Radfernwege Europas. Die malerische Radstrecke beginnt/endet direkt an der Cuxhavener Kugelbake.
Foto: Ringelnatz-Museum Cuxhaven, Ra Boe
