Hedwig Holtz-Sommer (1901–1970) siedelte sich 1934 in Wustrow auf dem Fischland an. Sie wurde zunächst mit eindringlichen Porträts bekannt. Später entstanden vorrangig fein nuancierte Aquarelle der Landschaft um Wustrow, farbenprächtige Blumenstillleben und sensible Darstellungen von Menschengruppen. Besonders hervorzuheben sind ihre Zeichnungen und Illustrationen: In ihrer Reduktion entfalten sie eine eindrucksvolle Klarheit und Ausdrucksstärke.
Die Ausstellung zeigt rund 80 Werke aus verschiedenen Schaffensphasen und spürt der Entwicklung einer Künstlerin nach, deren Lebensweg sich vom deutschen Kaiserreich bis in die DDR spannt. Sie stand nicht nur im Dialog mit der Natur und den Menschen in ihrer Umwelt, sondern auch mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit. Neben Leihgaben werden erstmals zahlreiche Papierarbeiten aus dem Bestand der Kunsthalle Rostock präsentiert.
Anlass der Retrospektive sind neue Forschungsergebnisse, die im November 2025 in einer umfangreichen Biografie veröffentlicht wurden. Diese ermöglichen einen frischen, vertieften Blick auf Holtz-Sommers Werk und bringen bislang weitgehend unbekannte Aspekte ihres Lebens und ihrer künstlerischen Arbeit ans Licht.
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Foto: Hedwig Holtz-Sommer Aufbau der Stalinallee, 1952 Öl auf Leinwand 76,5 × 98,5 cm Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Gemäldesammlung © Wolfram Vormelker Foto: Gabriele Bröcker, Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen M-V
