Er „refotografiert“ die Marlboro-Werbungen, mit vom Original abweichendem Bildausschnitt. Diese Bilder werden zur kritischen Reflexion über Mythen, Männlichkeit und Medien.
Die ALBERTINA widmet Prince eine große Ausstellung, die Arbeiten von den 1970er-Jahren bis heute zeigt (17. April bis 16. August 2026). Im Zentrum steht die Fotografie, Princes Leitmedium. Zu sehen sind ikonische Serien wie Fashion, Gangs und Cowboys sowie selten oder noch nie gezeigte Werke – von seinen bahnbrechenden Refotografien von Werbeanzeigen über autobiografisch gefärbte Aufnahmen aus dem ländlichen Bundesstaat New York bis hin zu komplexen Collagen aus gefundenem Material.
Prince nähert sich dem Thema der Appropriation bis heute aus immer neuen Perspektiven an, deren Zusammenhänge und Wechselwirkungen im Zentrum der Präsentation stehen: An der Schnittstelle von Fotografie, Malerei und Skulptur zeigt die Schau anhand von rund 150 Arbeiten, wie konsequent Princes Werk von fotografischem Denken durchdrungen ist. Oftmals nur minimal bearbeitet, entfalten seine Bilder eine doppelte Wirkung: analytisch und verführerisch zugleich.
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Foto: Richard Prince: Untitled (Cowboy), 1989, 121,9 x 184,8 cm, Ektacolor-Fotografie (Courtesy of Richard Prince Studio © Richard Prince)
