Höhepunkt der Ausstellung ist das Gemälde Campagnalandschaft mit Aqua Claudia von 1836. Jahrzehntelang schlummerte es im Depot – ein schwerer Fall für die Restaurierung. Erst eine großzügige Spende ermöglichte seine aufwendige Wiederherstellung. Und so kam ein unbekanntes Hauptwerk Nerlys ans Licht!
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Das Motiv war damals neu und spektakulär: Die imposanten Ruinen des Aquädukts vor den Toren Roms. Erst seit Ende der 1820er Jahre erwachte das Interesse von Künstlern an dem Monument. Nerlys Gemälde steht am Beginn dieser Entwicklung und ist in seiner Gestaltung einzigartig. Werke u.a. von Blechen, Piranesi, Schirmer und Spitzweg veranschaulichen die Karriere des Bildsujets.
Mit der Fotoserie Aqua Claudia, 2014, von Hans-Christian Schink schlägt die Ausstellung den Bogen in die Gegenwart und regt aktuelle Debatten an: über vergessene und wiederentdeckte Orte, über den Wandel unseres Blicks auf das kulturelle Erbe Italiens und über die Geschichte und Zukunft der Wasserversorgung – ein essentielles Thema in Zeiten des Klimawandels.
Nerly in Venedig
Begleitend wird im Kupferstichkabinett die Ausstellung „Nerly in Venedig. Von Gondeln und Palästen“ mit zwei ikonischen Gemälden sowie 50 Papierarbeiten präsentiert.
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Foto: Friedrich Nerly, Campagnalandschaft mit Aqua Claudia, 1836, Kunsthalle Bremen, Der Kunstverein in Bremen
