Die Präsentation im Lichthof der Galerie der Gegenwart findet anlässlich der Auszeichnung der in New York lebenden, multidisziplinär arbeitenden Künstlerin mit dem Maria Lassnig Preis 2025 statt. In ihrer künstlerischen Arbeit interessiert sich Yamaoka für veränderliche Materialien und Oberflächen, oft kombiniert sie beispielsweise Fotografie mit Texttafeln und spiegelnden Bildträgern. Außerdem spielen chemische Prozesse und flüchtige Transformationen eine wichtige Rolle in ihrem Werk und hinterfragen die Möglichkeiten von Aufzeichnung und Dokumentation. Mitunter verändert die Künstlerin ihre früheren Arbeiten nach einigen Jahren erneut und stellt damit Vorgaben hinsichtlich der chronologischen Entwicklung eines künstlerischen Œuvres infrage. Die spiegelnden Oberflächen der zwischen Bild, Fotografie und Skulptur changierenden Werke lassen Raum, Licht und Betrachtende in sich stetig ändernden Perspektiven und Erscheinungsformen ineinanderfließen.
Carrie Yamaoka wurde im US-Bundesstaat New York geboren und wuchs zum Teil in Japan auf. Sie ist Mitglied des queeren Kunstkollektivs fierce pussy, das sie Anfang der 1990er-Jahre mitbegründete (gemeinsam mit Joy Episalla, Zoe Leonard und Nancy Brooks Brody †). Das bis heute aktive Kollektiv entstand inmitten der Aids-Epidemie und der politischen Mobilisierung für die Rechte der LGBTQI+-Community.
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Foto: Carrie Yamaoka (*1957), 68 by 12 (green) redux, 2009/2025, Gegossenes, flexibles Urethanharz, reflektierende Polyesterfolie und Mischtechnik, Abmessungen variabel © Courtesy the artist, Commonwealth and Council (LA), Kiang Malingue (HK/NYC) and Ulterior Gallery (NYC)
