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Juedische Geschichte in Pforzheim (8 Stationen gefunden)

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Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Pforzheim reicht in das späte Mittelalter zurück. Die erste Synagoge wurde 1812 geweiht, eine größere repräsentative 1893, zerstört 1938. Für die Pforzheimer Juden, die nicht emigrieren konnten, begann 1940 der Leidensweg der Deportation ins südfranzösische Konzentrationslager Gurs. Heute gibt es wieder eine vitale Jüdische Gemeinde in Pforzheim. Die Tour zu den Orten jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens in Pforzheim beginnt westlich am Stadtmuseum und endet östlich am Alten jüdischen Friedhof. *Geschichtsreisen, Religionsreisen*

1. Station: Stadtmuseum Pforzheim

Bild Stadtmuseum Pforzheim
Foto: © grossbildjäger , cc by-sa 3.0

Historische Museumsareal ++ Gebäudekomplex aus Alter Pfarrkirche St. Martin (spätgotischer Chor, Sakristei aus dem frühen 16. Jahrhundert), Altem Schulhaus, Pfarrhaus, Scheunen ++ Ausstellung zur Geschichte der Stadt vom 12. bis 20. Jahrhundert ++ Klassenzimmer der von Melanchthon und Reuchlin im 15. Jahrhundert besuchten Lateinschule ++ Stadtmodelle ++ Nachbildung des ersten Autos von Karl Benz ++ Lapidarium ++ Kräutergarten ++ Museumspädagogoik (mittelalterlich einkleiden, mit Flößerwerkzeugen hantieren, auf dem Nachbau einer Druckerpresse einen Druck herstellen, arbeiten an der Drechselbank) ++ Führungen ++

  • GPS-Koordinaten: 8.672808 - 48.8908
  • Adresse: Westliche Karl-Friedrich-Straße 243, 75172 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 393779
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig
Diese Station gibt es auch in den Touren: Philipp Melanchthon , Gottlieb Daimler & Carl Benz , Carl Benz

2. Station: Synagoge Pforzheim

Bild Synagoge Pforzheim
Foto: © www.zentralratdjuden.de / Ulrich Knufinke

Betsaal und Gemeindezentrum Emilienstraße der Jüdische Gemeinde Pforzheim ++ Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank ++ Umbau 2006 ++ Architekt Nathan Schächter ++ Gebetssaal mit 58 Sitzplätzen für Männer, 40 Sitzplätzen auf der Frauenempore ++ Gottesdienste in hebräischer Sprache ++ Besucher eingeladen zum OFFENEN GOTTESDIENST während der Woche der Brüderlichkeit am Freitagabend (Anmeldung erforderlich) ++

  • GPS-Koordinaten: 8.692893 - 48.890445
  • Adresse: Emilienstraße 20 - 22, 75172 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 568470?
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig
Diese Station gibt es auch in den Touren: Synagogen in Baden Wuerttemberg

3. Station: Alte Synagoge Pforzheim

Bild Alte Synagoge Pforzheim
Foto: © alemannia-judaica.de / Hahn / Gedenkstein am Platz der Alten Synagoge

Synagoge der Jüdischen Gemeinde Pforzheim ++ errichtet 1892, 1938 zerstört ++ Architekt Ludwig Levy ++ maurischer Stil mit Tambourkuppel ++ Gedenkstein am Platz der Synagoge ++

  • GPS-Koordinaten: 8.695675 - 48.891019
  • Adresse: Platz der Synagoge, 75172 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 568470
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig

4. Station: Stolpersteine in Pforzheim

Bild Stolpersteine in Pforzheim
Foto: © Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim

Mit dem Projekt Stolperstein erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit ++ vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort werden Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir eingelassen ++ darauf sind Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person dokumentiert ++ seit 2008 in Pforzheim 125 Stolpersteine verlegt (Stand 2012) ++ Trägerschaft durch die Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim ++ Beispiel Stolperstein in der Leopoldstraße 11 erinnert an Luise Neuburger (am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert, dort am 21. Januar 1942 gestorben) ++

  • GPS-Koordinaten: 8.699121 - 48.890478
  • Adresse: Leopoldstraße 11, 75172 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 62440
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig

5. Station: Schlosskirche Pforzheim

Bild Schlosskirche Pforzheim
Foto: © Memorino / CC-BY-SA-3.0 / Evangelische Schlosskirche St. Michael in Pforzheim

Evangelische Schloss- und Stiftskirche St. Michael ++ errichtet im frühen 13. Jahrhundert, 1945 stark beschädigt, wieder aufgebaut ++ 1460-1555 Kollegialtstift ++ 16. bis 18. Jahrhundert Grablege der Markgrafen von Baden (Nord- und Südgruft) ++ wegen zwei verschwundener Kindersärge (Erbprinzensärge) bekommt seit 2012 die Kaspar Hauser-Geschichte, nach der der angebliche badische Erbprinz nach seiner Geburt gegen einen sterbenden Säugling vertauscht wurde, eine neue Variante ++ Margarethenkapelle zur Erinnerung an ein angeblich 1267 von Juden ermordetes Mädchen namens Margarethe, 13. Jahrhunderts ++ Glasfenster von Charles Crodel zur Apokalypse ++ 1455-1522 hatte Johannes Reuchlin in der Sakristei Studierzimmer und Bibliothek ++ seit 2008 dort das Reuchlin Museum (Architekt Bernhard Hirche) ++ Ausstellung zu Leben und Werk des Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1522) ++ Reuchlin schuf die Grundlagen für die Bibelübersetzung ins Deutsche, war Wegbereiter der Aufklärung, Trat für den Dialog von Christen und Juden ++ Darstellung des Medienstreits, den Reuchlin gegen die „Dunkelmänner“ führte ++ Einblicke in das Sprachlaboratorium des Humanisten ++ interaktive Medienstationen zu Büchern und Briefen ++ Führungen ++

  • GPS-Koordinaten: 8.702969 - 48.892713
  • Adresse: Schloßberg 14, 75175 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 392113
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig

6. Station: Hauptfriedhof Pforzheim

Bild Hauptfriedhof Pforzheim
Foto: © Ikar.us / CC-BY-3.0 / Hauptfriedhof Pforzheim, neuer jüdischer Friedhofsteil

Hauptfriedhof der Stadt Pforzheim ++ 1877 überkonfessionell angelegt, 1914 zum Hauptfriedhof erweitert ++ weitläufiger Parkfriedhof, einer der schönsten und besterhaltensten Jugendstil-Friedhöfe Deutschlands ++ Gestaltung nach Plänen des Pforzheimer Gartenbaudirektors Hans Hoffmann ++ Gebäudeensemble mit Gartenhof im Stil der venezianischen Renaissance (Architekt Alfred Roepert) ++ Kolumbarium ++ im Arkadengang des Campo Santo translozierte historische Grabmäler älterer Pforzheimer Begräbnisstätten ++ umgrenzter neuer jüdischer Friedhof (Fläche 18,04 a), orthodoxe und interkonfessioneller Teil, seit 1983 Hinweis- und Gedenktafel am Haupteingang, 2003 neue Fläche auf dem Hauptfriedhof ++ 1965 Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes ++

  • GPS-Koordinaten: 8.69268 - 48.90016
  • Adresse: Ispringer Straße 42, 75177 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 393092
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig

7. Station: Gedenkstätte Hauptgüterbahnhof Pforzheim

Bild Gedenkstätte Hauptgüterbahnhof Pforzheim
Foto: © alemannia-judaica.de / Inge Laidig

Ehemaliger Güterumschlagplatz der Deutschen Bahn AG ++ Gedenkstätte für die deportierten Pforzheimer Juden ++ Prellbock als Mahnmal ++ Informationstafeltafel: "Auf Gleisen unweit dieser Stelle begann am 22. Oktober 1940 für 186 jüdische Pforzheimerinnen und Pforzheimer der Transport in das südfranzösische Lager Gurs, den 'Wartesaal des Todes'; neun weitere wurden aus anderen Orten verschleppt. In Gurs und anderen französischen Lagern starben 45 der Deportierten an Unterernährung, wegen fehlender ärztlicher Hilfe und aus Verzweiflung. Ab 1942 wurden 95 von ihnen in den Vernichtungslagern des Ostens ermordet, allein 78 in Auschwitz. Durch die Hilfe christlicher und jüdischer Organisationen sowie der Résistance überlebten 55 der aus Pforzheim nach Gurs Deportierten in Frankreich oder fanden Asyl im Ausland."

  • GPS-Koordinaten: 8.711286 - 48.896483
  • Adresse: Am Hauptgüterbahnhof, 75177 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 393700
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig

8. Station: Alter Jüdischer Friedhof Pforzheim

Bild Alter Jüdischer Friedhof Pforzheim
Foto: © Ikar.us / CC-BY-3.0-DE / Alter jüdischer Friedhof in Pforzheim. Gedenktafel

Alter Friedhof der Jüdischen Gemeinde Pforzheim ++ 1846 angelegt, Bestattungen bis 1878 ++ Fläche 453 qm ++ 1940 geschändet, enteignet, eingeebnet ++ nach 1945 von den Stadtwerken mit Fahrzeugschuppen überbaut ++ seit 1986 Grünfläche ++ Reste einer Begrenzungsmauer ++ Erinnerungstafel ++

  • GPS-Koordinaten: 8.728747 - 48.900274
  • Adresse: Eutinger Straße, 75175 Pforzheim
  • Telefon: +49 7231 568470
  • Website
  • Reisezeit: ganzjährig


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